Mieterstrom: Mehr Aufträge für Installateure – ohne zusätzlichen Aufwand

Immer mehr Eigentümer von Mehrfamilienhäusern und Gewerbeimmobilien möchten den Solarstrom vom eigenen Dach direkt an ihre Mieter weitergeben. PV-Installateure, die Mieterstromlösungen anbieten, können dadurch einen Mehrwert schaffen und neue Kunden gewinnen.

Viele Installateure empfinden Mieterstromprojekte zunächst als kompliziert. Zurecht: Mieterstrom hat seine technischen Besonderheiten, benötigt rechtliches Knowhow und verursacht Verwaltungsaufwand. Mit dem richtigen Partner ist der Aufwand allerdings vergleichbar mit einer klassischen PV-Installation. In der Zusammenarbeit mit mia energie kann sich der Installateur auf sein Kerngeschäft konzentrieren – die Planung und den Bau der PV-Anlage. Alle weiteren Bausteine, die speziell für Mieterstrom nötig sind, übernehmen wir.

So entsteht ein klar strukturierter Projektablauf, der PV-Betrieben ermöglicht, Mieterstromprojekte effizient und wirtschaftlich umzusetzen.

Was ist Mieterstrom? Mieterstrom ist ein Betriebsmodell, das regelt, wie Solarstrom aus dem Dach eines Mehrparteienhauses verteilt und abgerechnet wird. Alternativen zum klassischen Mieterstrommodell sind Betriebsmodelle wie Gemeinschaftsgrünversorgungsverträge (GGV) oder Onsite-PPA. Im Folgenden wird „Mieterstrom“ als Oberbegriff für alle diese Betriebsmodelle verwendet.

Blogbeitrag: Kurze Einführung in das Mieterstrommodell


Was gehört zu einem Mieterstromprojekt?

Ein Mieterstromprojekt besteht aus vier zentralen Bausteinen:

1. PV-Anlage
Planung und Bau der Anlage erfolgen durch den Installateur. Bei der Wahl des richtigen Messkonzepts gleicht der Installationsaufwand einer Anlage in der Volleinspeisung oder Überschusseinspeisung.

Planung und Bau der Anlage erfolgen durch den Installateur.

2. Messkonzept
Basierend auf dem gewählten Betriebsmodell erstellt mia energie ein passendes Messkonzept. Dieses muss vom Netzbetreiber freigegeben werden, ggf. werden neue Zähler installiert. Mia energie übernimmt alle Aufgaben und beauftragt bei Bedarf einen wettbewerblichen Messstellenbetreiber. Eine frühe Abstimmung zwischen dem Installateur und mia energie ist immer zu empfehlen, weil die Netzbetreiber nicht immer schnell reagieren.

3. Gesetzeskonforme Umsetzung
Der Anlagenbetreiber wird zum Stromlieferanten und muss daher verschiedene rechtliche Pflichten erfüllen. Klingt kompliziert, ist aber nicht, wenn man über das notwendige Wissen und die passenden Tools verfügt. Mia energie stellt dafür geprüfte Vertrags- und Abrechnungsmuster bereit, die EnWG- und verbraucherrechtlich konform sind. Steuerliche Aspekte spielen auch eine Rolle. Allerdings gelten für PV- und Mieterstrom Vereinfachungen und Befreiungen, die vielen Kunden und Installateuren nicht bekannt sind. Damit hat Mieterstrom für die meisten Kunden keine steuerliche Implikation, solange gewissen Grenzen in der Anlagengröße oder im Umsatz nicht überschritten werden.

4. Abrechnung und Verwaltung
Im laufenden Betrieb übertragen die Messstellen Ihre Daten direkt in die Abrechnungssoftware von mia energie. Zusätzlich übernimmt mia energie als Mieterstrom-Dienstleister alle administrativen Aufgaben:

  • Anlegen und Pflege von Kundenkonten
  • Stromabrechnung
  • Vertragsmanagement
  • Wechselprozesse
  • Kundensupport
  • Zahlungsabgleich
  • Mahnwesen
  • An- und Abmeldungen von Teilnehmern beim Netzbetreiber und Messstellenbetreiber
  • Automatisierter Zahlungsabgleich

PV-Module und Wohnblöcke

Klarer Projektablauf

Durch die klar abgegrenzten Aufgabenbereiche ergänzen sich die Arbeiten von Installateur und  mia energie optimal: Der Installateur konzentriert sich auf die technische Umsetzung der PV-Anlage, während mia energie das Messkonzept und die Messtechnik übernimmt.

Darüber hinaus kümmern wir uns um alle organisatorischen und administrativen Aufgaben in Abstimmung mit dem Endkunden. So bleibt der Aufwand für den Installateur und den Endkunden minimal, und das Projekt läuft effizient, rechtskonform und zuverlässig.

Was ist ein virtueller Summenzähler? Konventionelle Messkonzepte nutzen einen physischen Summenzähler, der vor Ort als zusätzliche Hardware installiert werden muss. Moderne Mieterstromprojekte setzen dagegen auf den virtuellen Summenzähler: eine softwarebasierte Lösung, die keine zusätzliche Hardware erfordert und die Abrechnung digital ermöglicht.
– Spart mehrere Tausend Euro in Hardware da ohne Wandlerschrank.
– Platzsparend, da kein zusätzlicher Wandlerschrank nötig.
– Kein Zählertausch bei künftigen Teilnehmerwechseln erforderlich.

Blogbeitrag: Der virtuelle Summenzähler als Gamechanger


    Marktchance Mieterstrom

    Mehrwert für den Endkunden schaffen

    Mit Mieterstrom können PV-Installateure ihren Kunden einen echten Mehrwert bieten und Projekte umsetzen, die ohne Mieterstrom so nicht realisierbar wären. Dabei profitieren sowohl Eigentümer als auch Mieter.

    Vorteile für Vermieter / Eigentümer:

    • Zusatzerlöse durch PV-Stromverkauf
    • Erfüllung der Solarpflicht
    • Beitrag zu ESG-Zielen und Klimaschutz
    • Attraktives, modernes Objekt
    • Zufriedene Mieter
    • Minimaler administrativer Aufwand durch Support von mia energie

    Vorteile für Bewohner / Mieter:

    • Langfristig stabile und günstigere Strompreise
    • Direkter Beitrag zur Energiewende und Nachhaltigkeit

    Mieterstrom im Gewerbe

    Oft wird Mieterstrom mit Mehrfamilienhäusern in Verbindung gebracht, doch das Modell ist für gewerbliche Kunden besonders attraktiv. In gewerblichen Objekten stimmen die Profile von Stromerzeugung und Last häufig gut überein, sodass ein hoher Eigenverbrauch direkt vor Ort erreicht wird.

    Marktpotenzial: 60 GW

    Mieterstrom hat in Deutschland ein enormes Potenzial. Laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) könnten bis zu 20,4 Millionen Wohnungen in rund 3 Millionen Mehrfamilienhäusern theoretisch mit Mieterstrom versorgt werden. Daraus ergibt sich ein Photovoltaik-Potenzial von rund 60 GW.

    Umwelt- und Nachhaltigkeitsaspekte sind zentrale Treiber für Mieterstrom. Hinzu kommt die Solarpflicht, die in mehreren Bundesländern bereits gilt (u. a. Baden-Württemberg, Berlin, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Bremen). Eigentümer von Neubauten oder sanierten Dächern müssen künftig grundsätzlich mit Photovoltaikanlagen planen – das schafft eine stabile Nachfrage nach Mieterstromlösungen.


    Fazit

    Mieterstrom bietet PV-Installateuren die Chance, neue Kunden zu gewinnen und größere Projekte wirtschaftlich umzusetzen.

    Wer mit einem erfahrenen Mieterstrom-Dienstleister wie mia energie zusammenarbeitet, kann sich auf sein Kerngeschäft konzentrieren: die Planung und den Bau der PV-Anlage. Alle organisatorischen, rechtlichen und administrativen Aufgaben übernehmen wir.

    Installateure, die Mieterstrom als Geschäftsfeld nutzen, können sich vom Wettbewerb unterscheiden, echten Mehrwert für Eigentümer und Mieter schaffen und frühzeitig vom wachsenden Mieterstrommarkt profitieren.

    Interesse geweckt?

    Wir beraten Sie gerne – persönlich und unverbindlich!